Bewegung im Home-Office – Teil 2 von 4

Bewegung im Home-Office – Teil 2 von 4

Auswirkungen eines Rundrückens

Die häufigste Schonhaltung beim Sitzen ist der Rundrücken, d.h. nach vorn gebeugter Rücken, nach innen eingerollte Schultern und vorgereckter Kopf. Deshalb gehe ich in diesem Artikel näher auf die Folgewirkung durch das ständige Vorbeugen entstehen:

  • Das Zwerchfell wird komprimiert, wir können nicht mehr tief in den Bauch atmen. Durch die flache Brustatmung glaubt unser Körper jedoch, ständig in einer Gefahrensituation zu sein und schüttet Stresshormone aus.
  • Die Wirbelsäule wird normalerweise durch die Muskeln im Gesäß sowie im Rumpf (Bauch und Rücken) stabilisiert. Wenn diese abschwächen, sucht der Körper ständig nach einer passenden Schonhaltung, die entsprechend leichter fällt.
  • Einzelne Wirbel können auf Bandscheiben drücken. Das ist ok für eine Zeit lang, aber irgendwann ist es zu viel. Am ehesten entstehen diese Probleme in der Halswirbelsäule (durch das Vorbeugen des Kopfes) und in der Lendenwirbelsäule (durch die Beckenkippung nach hinten).
  • Es kann zu einer Dysbalance der vorderen und hinteren Muskulatur führen. Durch das ständige Vorbeugen ist die vordere Muskelpartie verkürzt (Brust, vordere Schulter, Hüftbeuger) und die hintere zu lasch (Gesäß, Rücken, hintere Schulter). 

Diese Folgewirkungen sind die Gründe für das Hauptproblem der meisten ‚Vielsitzer‘: nämlich Schmerzen im Rücken, im Nacken oder in der Hüfte. Oft bemerken sie auch, dass sie in der Hüfte weniger beweglich geworden sind, aber wissen leider keinen Ausweg. Natürlich werden auch die Schmerzen wahrgenommen, aber nur wenig wird an den Fehlhaltungen oder dem vielen Sitzen verändert. Schmerz ist immer ein Anzeichen dafür, dass dem Körper etwas nicht passt!

Wenn euch diese Probleme / Schmerzen bekannt vorkommen, dann könnt ihr euch auf die kommenden Artikel freuen, in dem ich euch Gegenmaßnahmen und auch Mobilisationsübungen beschreiben werde.

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