Stress für den Körper – Teil 3

Stress für den Körper – Teil 3

Jetzt wird es heiß!

Ich muss gestehen: ich bin die letzte, die sich über Klimaanlagen beschweren sollte! Ich habe sogar überlegt, eine Klimaanlage in meiner Wiener Wohnung zu installieren. Einfach, weil ich das aus meiner Zeit in Malta gewohnt war. Nur sind die Temperaturen dort anders als in Österreich. Wir können mit gewissen Maßnahmen in unseren Wohnungen / Häusern eine angenehme Temperatur erreichen. Aber in Malta hat es mehr als zwei Monate durchgehend über 25 Grad in der Nacht!

Wie auch immer…

Der Punkt ist, dass unser Körper eine eingebaute Thermoregulation hat (siehe vorigen Artikel über Kälte). Verena hat den Hintergrund dafür schon erklärt. Diese Regulation sollten wir (wieder) nutzen!

Was passiert in unserem Körper, wenn es heiß ist?

Die bekannteste Reaktion ist natürlich, dass wir schwitzen. Das kommt daher, dass unser Körper in Alarmbereitschaft geht, wenn sich die Außentemperatur erhöht. Die Schweißdrüsen werden aktiviert. Wenn der Schweiß auf unserer Haut verdunstet, hilft es der Thermoregulation, weil diese Erfrischung die Haut wieder abkühlt. Das ist eine natürliche und gesunde Reaktion auf die Hitze. Der Nachteil davon ist jedoch, dass wir beim Schwitzen auch Salze verlieren.

Außerdem kommt es auch zu einer Reaktion des Kreislaufs. Da sich die Blutgefäße weiten, sinkt der Blutdruck. Wenn wir der Hitze zu lange ausgesetzt sind, kann es jedoch zu einem Hitzekollaps führen.

Die Effekte sind ähnlich wie bei den Kälteanwendungen: der Kreislauf und das Immunsystem werden gestärkt.

Soweit die Erklärung, was in unserem Körper abgeht.

Wir waren es gewohnt, eine konstante Körpertemperatur zu halten.  Wie können wir unseren inneren ‚Thermostat‘ wieder zum Arbeiten bringen?

  • Genauso wie wir die Dusche für Kälteanwendungen nutzen können, geht das auch für eine Hitzeanwendung. Einmal in der Woche mit einer etwas höheren Wassertemperatur als üblich duschen (das ist individuell!) und dann den Körper langsam wieder auf Normaltemperatur bringen lassen.
  • Das naheliegendste und bekannteste ist natürlich die Sauna. Hier gibt es verschiedene Arten – von Dampfbad über Biosauna bis hin zum Klassiker, der finnischen Sauna. Für jeden ist etwas dabei – entweder hohe Luftfeuchtigkeit, aber gemäßigte Temperatur im Dampfbad oder trockene, sehr heiße Luft in der finnischen Sauna.

Ein Saunagang kann unseren Körper super auf die heißen Sommertemperaturen vorbereiten. Wenn der Körper nämlich gut mit kurzen Aufenthalten in 60 oder gar 90 Grad umgehen kann, wird er sich auch besser auf Außentemperaturen von 35 oder gar 40 Grad einstellen können.

Weitere Nebeneffekte sind, dass wir uns nach einem Saunabesuch entspannter fühlen und dass so ein Saunagang unsere Haut reinigt und entschlackt.

Zu bedenken sind jedoch einige Regeln beim Saunieren, wie z.B.

  • (Ruhe-)Pausen zwischen den Saunagängen einhalten!
  • Viel Trinken, aber keine eiskalten Getränke!
  • Immer auf den Körper hören. Wenn nötig, den Raum vor dem Aufguss verlassen oder eben erst kurz davor eintreten, um den Aufenthalt kürzer zu halten.

Genauso wie bei den Kälteanwendungen sollten Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorsichtig sein und zumindest vor einem Saunabesuch mit dem behandelnden Arzt sprechen. Außerdem ist ein Saunagang für Personen mit akuten Asthmaproblemen nicht empfehlenswert.

In Lockdown Zeiten ist die öffentliche Sauna nicht möglich, aber eine heiße Dusche einmal in der Woche ist möglich. Der Körper kann sich an vieles gewöhnen. Wenn wir unseren Körper kurz unter Stress setzen, kann er sich besser auf verschiedene Bedingungen, wie eben z.B. einen heißen Sommer, einstellen.

Was ist eure Meinung zu Saunabesuchen? Vor der Geburt meines Kindes war ich regelmäßig in der Sauna. Jetzt bräuchte ich einen Babysitter, weil ein Kind nicht in die Sauna darf.

Als nächstes Thema kommt das (intermittierende) Fasten. Schreibt mir doch, was ihr von der ‚Stress für den Körper‘ Serie hält! Ich freue mich über Feedback oder weitere Anregungen!

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