Stress für den Körper – Teil 1

Stress für den Körper – Teil 1

Warum du deinen Körper unter Stress setzen sollst

Wir leben in einer Zeit, in der wir unsere Umgebung an unsere körperlichen Befindlichkeiten angepasst haben. Im Winter sorgt der Heizkörper für wohlige Wärme. Im Sommer haben einige von uns eine Klimaanlage. Unser Kühlschrank und unsere Vorratsschränke sind prall gefüllt. Wir sitzen bei vielen Gelegenheiten.

Hört sich alles ganz normal an, oder?

Das war nicht immer so… Vor sehr langer Zeit mussten wir schauen, wie wir zu Essen kommen. Wir mussten jagen und sammeln. Vor nicht so langer Zeit mussten wir Holz sammeln, um das Haus zu wärmen. Die Klimaanlangen gibt es noch nicht allzu lange. Wir mussten mehr körperlich arbeiten.

Erkennt ihr den Unterschied?

Früher war es notwendig, dass wir unseren Körper bewegen, damit wir Essen oder Wärme erhalten. Ansonsten hätten wir Hunger leiden oder frieren müssen. Unser Körper ist es also gewohnt, herausgefordert zu werden, unter ‚Stress‘ zu stehen. Es bringt sogar einige Vorteile, dem Körper Stress auszusetzen:

  • Sowohl das Runterkühlen des Körpers bei heißen Temperaturen als auch das Erwärmen bei kalten Temperaturn bedeuten eine Belastung für unseren Kreislauf. Der Körper versucht nämlich, unsere Kerntemperatur bei 37 Grad Celsius zu halten.
  • Der Körper passt seine Systeme an diese Belastung an. Er bildet u.a. mehr braunes Fettgewebe, das die körpereigene Wärmeproduktion ankurbelt (dafür wird Energie verwendet!).
  • Somit wird der Stoffwechsel verbessert.
  • Durch den Stressreiz werden Stresshormone ausgeschüttet, die anti-entzündlich wirken, aber auch akute Schmerzen hemmen (das kennen wir doch alle durch Kälteanwendungen nach stumpfen Verletzungen).
  • Außerdem wird unser Herz-Kreislauf-System gestärkt.
  • Viele hormonelle Prozesse werden verbessert.
  • Wahrscheinlich ist, dass unser Immunsystem gestärkt wird.

Welche Möglichkeiten gibt es nun, den Körper unter Stress zu setzen?

  • Kälte: Sehr populär geworden ist das Kaltduschen. Das heißt, nach einer normalen Dusche wird das Wasser für ca zwei Minuten auf kalt gestellt. Meine Freundin Verena Kresta wird euch mehr Informationen und einen Erfahrungsbericht zum Thema Kälteanwendungen geben. 
  • Hitze: Wir alle kennen die Sauna. Der Körper muss arbeiten, die Körpertemperatur auf normales Level zu bringen. Der Schweiß hilft dabei beim Abkühlen.
  • Hunger: Wir sind es gewohnt, dreimal (manche sogar noch öfter) am Tag zu essen. Wir leben im Überfluss. Manche von uns kennen gar kein Hungergefühl mehr. Die Organe (vor allem die Bauchspeicheldrüse) kommen nie zur Ruhe, sind ständig am Arbeiten. Maximal dreimal am Tag zu essen (mit Pausen von ca 5 Stunden zwischen den Mahlzeiten) wäre optimal.
  • Sport: Für körperliches Training gilt das gleiche Prinzip. Wenn unser Körper durch eine größere Belastung an seine Grenzen stößt, versucht er mit verschiedenen Maßnahmen (wie Bildung zusätzlicher Muskelzellen), sich für das nächste Mal besser vorzubereiten. 

Unser Körper ist es gewohnt, sich an äußere Gegebenheiten anzupassen. Wenn wir ihn mit regelmäßigen Anwendungen herausfordern, wird er sich auch wieder daran gewöhnen.

Doch Vorsicht, diese Vorschläge sind vor allem für gesunde Menschen! Insbesondere herzkranke Menschen sollten sich nicht großer Kälte aussetzen. Alle Personen, die unter ärztlicher Aufsicht stehen, sollten immer zuerst mit ihrem Arzt Rücksprache halten!

Habt ihr schon mal eine der Möglichkeiten ausprobiert, wie z.B. Intervallfasten oder Kaltduschen? Was war eure Erfahrung damit?

Freut euch auf den kommenden Artikel von meiner Freundin Verena Kresta!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Karin

    Sehr schön. Ich habe noch das Bon Mot von Radiodoktor im Ohr: Stress ist wie Salz für den Körper. Zuviel ist ungesund, zu wenig aber auch!

Schreibe einen Kommentar